Altkleider für einen guten Zweck?

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In fast jedem Teilort steht ein Altkleider-Container. Wir Deutschen geben viel Geld für Kleidung aus und haben daher regelmäßig gut erhaltene Kleider abzugeben. Die meisten dieser Kleidungsstücke landen im Container vor Ort. 750 000 Tonnen Altkleider fallen im Jahr an, jede Tonne bringt 300 bis 350 Euro ein. Das ist ein Riesenmarkt, und mit „Spenden“ haben die meisten Container überhaupt nichts zu tun.

Eingesammelt werden die Kleiderbeutel oft nicht etwa von gemeinnützigen Organisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz, sondern von Privatleuten, die damit richtig gut Geld verdienen. Die Kleider werden sortiert. Markenkleider werden in speziellen Boutiquen oder bei ebay für sattes Geld verkauft, andere ins Ausland verkauft, und ein kleiner Teil als Rohstoff für Dämmaterialien und ähnliches zu Geld gemacht.

Wer möchte, dass seine gut erhaltenen Kleider und Schuhe bedürftigen Menschen zugutekommen, sollte sie zum Beispiel in der „Projektschmiede“ in Rothenburg oder im „Kleiderladen“ in Bad Mergentheim abgeben (s. u.). Auf dem Recyclinghof in Creglingen steht außerdem ein Container des Deutschen Roten Kreuzes.

Nicht ganz einig sind sich die Fachleute, ob die Kleiderlieferungen des DRK nach Afrika die dortige Textilindustrie kaputtmachen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, findet auf der Website „Fairwertung“ eine Standortabfrage für faire Abgabestellen und Altkleidercontainer.

Und fragen Sie doch mal auf der Stadt oder bei Ihrem Ortsvorsteher nach, ob der Container in Ihrem Teilort überhaupt legal dort steht und ob der Betreiber Standmiete bezahlt. Wenn nicht, kann der Container von der Stadt entfernt werden.

Kleiderladen „Anziehend“, Münzgasse 13, Bad Mergentheim (Mo, Mi, Fr 10.00–12.30 Uhr, Sa 10.00–13.00 Uhr, Di und Do 14.30–16.30 Uhr)

„Projektschmiede“ Rothenburg, Ansbacher Str. 85, Rothenburg (Mo-Fr 9-13 und 15-18 Uhr, Sa 9-14 Uhr)

Recyclinghof Creglingen, Streichentaler Straße (Winteröffnungszeiten Mi 13-16 Uhr, Sa 9-12 Uhr)

 

 

 

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