Aus dem Gemeinderat

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Das neue Senioren- und Pflegeheim scheint nun endlich wahr zu werden

Auf Grund dessen, dass in Baden-Württemberg 2019 ein neues Pflegegesetz in Kraft trat, das vorsieht, dass jeder Bewohner eines Senioren- und Pflegeheims in einem Einzelzimmer untergebracht wird, konnte das Emma-Weizsäcker-Haus in Creglingen von der Diakonie aus Platz- und wirtschaftlichen Gründen nicht länger gehalten werden.

So war es bereits im Herbst 2016 (!) Fakt, dass Creglingen ein neues Senioren- und Pflegeheim braucht.

Bei der sehr schwierigen Suche nach einem geeigneten Grundstück kristallisierte sich Ende 2017 mehr und mehr ein leerstehendes Anwesen zwischen der Waldstraße und dem Craintaler Weg heraus.  Ein Planungsbüro und ein Träger für das neue Heim konnten gefunden werden.

Leider ist es im Allgemeinen nicht so, dass dann auch alsbald mit dem Bau begonnen werden kann. Der Verwaltungsprozess für dieses für Creglinger Verhältnisse „Großprojekt“ hat nun über drei Jahre gedauert!

Der Gemeinderat hat dem Bauantrag der Firma Glöckle Bau aus Schweinfurt in seiner Sitzung am 10. März 2020 in Kenntnis der kritischen Anmerkungen einiger Anwohner einstimmig zugestimmt.

Im April soll nun mit dem Abbruch des Einfamilienhauses auf besagtem Grundstück begonnen werden. Im Juni erfolgt dann der Bau einer Verbindungsstraße (Ringschluss) zwischen der Waldstraße und dem Craintaler Weg.

Die endgültige Baugenehmigung vom Landratsamt wird im September erwartet, so dass im Oktober mit den Rohbauarbeiten begonnen werden kann.

Kann die Verwaltung die erste Phase dieses Millionenprojektes dann abhaken, darf man sich beizeiten den „Nebenwirkungen und Nachwehen“ widmen.

Zunächst steht der erforderliche Bau eines Löschwasserbeckens an, wobei die erhöhte Löschwasserkapazität letztendlich der ganzen Siedlung zugutekommen wird.

Unbestritten ist, dass sowohl die Waldstraße (jetzt schon marode) als auch der Craintaler Weg nach dieser Bauzeit (geplant sind laut Firma Glöckle 14 bis 16 Monate) „nicht mehr vorhanden sein werden“.

Hier kommen auf die Stadt umfangreiche Komplettsanierungen zu: Kanal, Wasserleitung, Straßenbelag und Wohnumfeldmaßnahmen stehen zu Buche.

In der Waldstraße hat man vorausschauend schon einzelne Grundstücke, die einer Sanierung bzw. einem Ausbau dienen, erworben. Letztendlich ist das Ausmaß der Kosten, die dabei auf die Stadt zukommen, noch nicht überschaubar. Aber auch sie haben den Gemeinderat nicht davon abgehalten, das notwendige Projekt nun endgültig ins Rollen zu bringen.

Zuletzt bleibt zu hoffen, dass sich für die Verkehrssituation an der Einmündung vom Herrgottstal in den Craintaler Weg auch noch eine (entspannende) Lösung finden lässt.

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